Botanische und ornithologische Führung
27.04.2002
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An diesem Samstag hat es das Wetter gut mit uns gemeint. Der angekündigte Regen blieb aus und so konnten wir eine kleine Wanderung durch den Wald in der Gegend des Utzenhofs unternehmen. 8 Kinder und Jugendliche sowie 4 Erwachsene folgten der Einladung an einer Waldführung unter der Leitung von Herrn Götz (Förster aus Aspach) teilzunehmen. Es gab viel zu hören und zu sehen. Der kühlen Witterung verdankten wir, dass das Konzert der Vögel besonders durch Solisten gestaltet wurde. Wir hörten den Zilpzalp, die Mönchsgrasmücke, die Kohlmeise, den Zaunkönig und den Buntspecht. Ich glaube, es war noch ein paar mehr, die ich mir nicht merken konnte. Da sich die gefiederten Waldbewohner schüchtern im Hintergrund hielten, wurden die Bestimmungsbücher gezückt und nachgeschlagen, wie der Sänger aussah, den wir gerade belauschten.
Bild 1: Herr Götz erklärt uns die unterschiedlichen Baumart
Herr Götz ging geduldig auf unsere Fragen ein, wenn wir ihm interessante Blätter, Samen und Blumen vor die Nase hielten. Aber das aufregendste waren die riesigen Mammutbäume, die uns versprochen waren.
Gerade als wir den letzten Anstieg in Angriff nahmen und einzelne mächtige Stämme zwischen den anderen Bäumen zu erspähen waren, wurde unsere Aufmerksamkeit noch einmal gefesselt. An einem Wurzelteller eines umgestürzten Baumes entdeckte einer von uns einen kleinen Frosch und löste damit einen Halt der Gruppe aus. Bei genauerer Untersuchung des Wurzelballen entdeckte Herr Götz ein Zaunkönignest, das der Vogel kaum sichtbar im Wurzelgeflecht versteckt hatte. Plötzlich flatterte der Bewohner überraschend aus seinem Nest und hockte sich schimpfend auf einen nahegelegenen Zweig, bevor er sich in Sicherheit brachte. Wir setzten sofort unseren Aufstieg fort, um nicht länger zu stören.
Bild 2: Mammutbaum umarmen Bild 2: Zaunkönignest
Mammutbäume sind ganz anders als unsere heimischen Nagelbäume. Natürlich tanzen sie schon durch ihre Größe aus der Reihe. Aber nicht weniger erstaunlich ist die Rinde. Sie leuchtet kastanienbraun und ist weich wie fester Schaumstoff und nicht holzig hart wie zum Beispiel die einer Kiefer. Der Stamm ist von vielen Löchern übersät, welche Spechte bei der Futtersuche in das weiche Material geschlagen haben. Die imposante Größe wurde uns klar, als wir den Stamm umfassten. Alle 8 Kinder mussten sich weit gestreckt an den Händen packen, um den Ring um den Stamm zu schließen. Wie hatten unser Ziel erreicht.
Nach einer kurzen Rast begaben wir uns auf den Rückweg. Das war eine aufregende Wanderung..
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