Ausflug auf die Sternwarte Kohlhau

08.04.2007

 

 

Der gestirnte Nachthimmel wird in der Regel nicht als Naturgut erkannt. So selbstverständlich ist für uns das Leben mit dem Phänomen "Zeit" geworden, dass wir uns keine Gedanken mehr darüber machen, dass ohne astronomische Kenntnisse kein Termin planbar wäre. Unsere hochentwickelte Kultur hat in der Vergangenheit einen zuverlässigen Kalender und eine Zeitbestimmung benötigt. Vor Funk und GPS konnten man seine Postion auf dem Planeten nur mit Hilfe der Sterne und einer exakten Uhr bestimmen. Wer das nicht beherrschte, irrte ziellos übers Meer.

 

Am Ostersonntag konnten 5 Kinder mit ihren Vätern eine Reise durch Sonnensysten bis zu fernen Galaxien unternehmen. Zur Erinnerung werde ich hier noch mal das Gesehene Revue passieren lassen:

 

Mit hellem Glanz begrüßte uns die Venus über dem Westhorizont. Im Teleskop erschien die Planetenscheibe fast als Osterei.

Genau wie der Mond wird die Venus durch die Sonne, die rechts unten steht, angestrahlt. Die Nachtseite bleibt für den Beobachte im Dunkeln

Enttäuschend zeigte sich der Supernova-Rest Krabben-Nebel. Seine Helligkeit war im Verhältnis zum Himmelshintergrund so schlecht, dass nur wenige Kinder seine Anwesenheit ahnen konnten. Schade.

Im Jahr 1054 beobachteten Chinesische Astronomen diese Explosion im Sternbild Stier.

Sterne enstehen immer in Gesellschaft. Und so bilden sich aus einigen hundert Sternen ausgedehnte Sternhaufen. Auch die Sonne ist in einer solchen "Krabbelgruppe" entstanden. Aber die Gruppe löst sich nach vielen Millionen Jahren auf und jeder Stern fliegt seinen eigenen Weg.

(Bild: M 35 im Sternbild Fuhrmann)

Riesige Sternansammlungen befinden sich in Kugelsternhaufen. Die Kugelgestalt ist eindeutig zu erkennen. Die Luftunruhe sorgt für ein Funkeln wie von einem Edelstein.

M 3 in Sernbild Jagdhunde umfasst ungefähr 500 000 Sterne

 

Im Sternbild Löwe sind sehr viele Galaxien zu finden, die unserer Milchstraße ähneln. Wie auch unsere Milchstraße enthalten sie 250 Milliarden Stern, die wir auch über eine Entfernung von 30 Millionen Lichtjahre noch sehen können.

Wie schauten uns M65 und M66 an.

Auch wenn Sterne ewig erscheinen, so ist auch ihr Leben begrenzt. Der Stern in der Mitte des Nebels hat vor einigen tausend Jahren seinen Brennstoff (Wasserstoff) verbraucht und in einer letzten Phase die Sternenaußenhülle durch ein Zünden des "Heliumbrennens" abgestoßen.

Dieser Prozess kann sich mehrfach wiederholen, bis über Zwischenstufen zuletzt Eisen entstanden ist. Ist der Stern zu diesem Zeitpunkt noch zu massiv, kommt es zum großen Finale einer Supernovaexplosion, die mit einem Neutronenstern oder einem Schwarzen Loch endet.

 

Der Herr der Ringe ist Saturn, der zweitgrößte Planet in unserem Sonnensytem. Wir hatten Glück und konnten sogar die Monde Titan, Thetis, Enceladus und Diona erkennen.