Bau eines "Bienenhotels"

24.05.2008

 

 

Das Bienensterben, von dem in der Presse viel zu hören ist, betrifft nur die Honigbiene. Aber aus England und Nordfrankreich gibt es Meldungen, dass auch die Wildbienen seltener werden und in einigen Regionen nicht mehr angetroffen werden. Um so wichtiger ist es unseren heimischen Insekten, die schon bei niedrigen Temperaturen ausschwärmen und Frühblüher (hierzu gehören auch einzelne Apfelsorten) bestäuben, mit Nisthilfen zu unterstützen.

 

Die Baustelle für unser Projekt befindet sich auf dem NABU-Grundstück am Warzenbach und ist dicht zugewuchert.

        

So müssen wir erst zur Sense greifen und die Arbeitsfläche freiräumen.

 

Grundlage des Bienenhotels ist ein Rahmen, der ein Weidengeflächt tragen soll und anschließend mit Lehm verputzt wird.

Die Bauteile sind vorbereitet und nummeriert, damit die Kinder alle Elemente korrekt zusammenfügen können. Trotzdem ist es kein Kinderspiel.

 

      

Hierzu mussten sie mit Gummihammer, Hammer, Bohrmaschine und Schraubenzieher geschickt umgehen. Jeder kam mal dran und durfte bohren und schrauben.Mit kräftigen Schlägen mit einem Vorschlaghammer treiben die Handwerker die Pfostenhülsen in den Boden.

 

      

Nachdem die Löcher für die Verankerung für Pfosten und Hülsen gebohrt sind, packt die Mannschaft an und setzt den Rahmen in die Hülsen ein. Jetzt werden nur noch die dicken Holzschrauben eingedreht und der ersten Bauabschnitt ist abgeschlossen.

 

      

Gleichzeitig hat ein zweites Team flexible Weidenzeige an einem umgestürzten Baum abgschnitten und für den Einbau vorbereitet. Sie schaffen ein dickes Bündel an die Baustelle und der nächste Bauschnitt beginnt.

 

Schicht für Schicht flechten Kinderhänder die Zweige in die Stäbe des Rahmens.

 

      

Wie man auf dem Bild sehen kann, ist es nicht immer ein einfaches Unterfangen und es musst mit Krafteinsatz gearbeitet werden.

 

Ein dritte Gruppe bereitet den Verputz aus Lehm und Stroh her. Das ist sehr anstrengend, weil sich das fasrige Stroh nicht so leicht mit dem Lehm vermischen lässt. So dauert es lange, bis die Qualität zufriedenstellend ist.

 

      

Kurz nach halb 5 tritt der Bau in die Endphase. Mit viel Kraft drücken wir den Verputz in das Weidengeflecht. Den Abschluus findet das Bauwerk mit unzähligen kleinen Löchern, die wir mit Stöckchen in den weichen Lehm stechen.

 

Nach einer intensiven Reinigung der Hände sind wir schön genug um ein krönendes Abschlussfoto zu schießen.