"Rund um den Baum"
16.07.2011
| Die ersten Bäume traten vor ca. 350 Millionen Jahren auf die Bühne, wie Fossilien zeigen. Eingeschlossen in Kohleschichten und Schieferablagerungen kann man sie heute noch dort finden. |
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| Die heutige Baumstruktur mit durchgehendem holzigem Stamm entwickelte sich erst später. Zunächst erinnerte die Wuchsform eher an Bambus. Der tragende Stamm war in kurze Segmente unterteilt, an deren Knotenstellen die Zweige mit dünnen Blättern austraten. | Später erschien der Schuppenbaum, der schon eine Weiterentwicklung darstellte. |
| Einige Nachfahren der ersten baumähnlichen Pflanzen haben sich bis heute erhalten. | Vom Schachtelhalm gibt es einzelne Arten, die bis zu 80 cm hoch werden können. Der Ackerschachtelhalm erreicht nur etwa 30 cm. Vor 250 Millionen Jahren waren das baumhohe Pflanzen, die maßgeblich zur Bildung von Steinkohle beigetragen haben. |
| Auch der Farn ist eine sehr alte Pflanze, wie man an den Sporangien (Sporenträger) erkennen kann. | Alte Pflanzen kannten noch nicht die Fruchtbildung wie bei Eiche, Buchen usw. Sie verbreiteten mit dem Wind Sporen, wie es auch die Pilze tun. |
| Auf einer Waldlichtung fanden wir viele leuchtend orangene Wegschnecken. Im Gegensatz zu den braunen Nacktschnecken aus Spanien ist dies eine einheimische Art. | In einem engen Tal tauchten wir in das Dunkel eines Urwald ein. Wilde Vegetation, umgestürzte Bäume und ein natürlicher Bachlauf prägen die Landschaft. |
| In der Dunkelheit des Kronendaches kämpfen junge Bäume um jedes bisschen Licht. Sie haben aber fast keine Chance eine ausreichende Größe zu erlangen. Licht- und Nährstoffmangel setzen ihrer Gesundheit zu, so dass sie von Pilzen und Parasiten heimgesucht werden. |
Erst wenn ein alter Baumriese umstürzt, gelang das Sonnenlicht auf den Boden und die Pflanzenentwicklung explodiert förmlich. Im Schutz des Astgewirrs des toten Baums können nun die jungen Bäume geschützt vor Verbiss durch Rehe und Hirsche heranwachsen. Mit fortschreitender Zersetzung des toten Baumes gelangen Nährstoffe in den Boden, welche die jungen Bäume zum Wachstum aufnehmen können. So schließt sich der Kreis. |
| Aus den Sägespuren lässt sich hier ablesen, dass es sehr viel Mühe machten diesen mächtige Baum zu fällen. Die Jahresringe wiesen einen sehr großen Abstand (1,5 cm pro Ring) auf. Daraus kann mann auf auf optimale Wachstumsbedingungen schließen. Der nahe Bach lieferte Wasser im Überfluss und das verrottete Laub an den Hänge spülte mit jedem Regenguss großzügig Nährstoffe an die Wurzeln. |
Der Baumstupf bot sich ideal als Bühne für ein Gruppenbild an. |
| Ein an Boden liegender Baum ist das Zuhause von vielen Tieren. Mit einer Lupe bewaffnet kann man beim Ablösen der morschen Rinde einige entdecken: |
Hundertfüßler, Käfer, Schnecken, Spinnen, kleine Fliegen und dieses seltsame Tier kamen zum Vorschein |
| Aber auch im Bach sind interessante Lebewesen auszumachen. Einige Salamanderlarven in sehr weit entwickeltem Stadium sind am Bachgrund zu sehen. Fangen konnten wir keine einzigen. |
Eine Süßwasserschnecke war leichter zu erwischen. |
| Trotz des trüben Wassers im Tümpel gelang es einem Jungen eine beeindruckende Libellenlarve zu fangen. |
Zum Abschluss statteten wir unserem Apfelbaum einen Besuch ab. |